Arbeitsmarktdaten Vorarlberg 4/2026

5. Mai 2026

gebremste Arbeitsmarktentwicklung, steigende Arbeitslosenzahlen

„Die jüngsten Prognosen für Vorarlberg gehen im Jahresdurchschnitt von einem Anstieg der Arbeitslosigkeit aus“, so AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter in einer Aussendung des AMS am 4. Mai 2026. Die wirtschaftliche Entwicklung und der Arbeitsmarkt sind eng miteinander verknüpft, das zeige sich auch am neuerlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit.

Ende April 2026 waren 12.306 Personen beim AMS Vorarlberg arbeitslos vorgemerkt. Dies entspricht einem Anstieg von 752 Personen oder +6,5% gegenüber dem Vorjahr. Die Summe der vorgemerkten Arbeitslosen und der Schulungsteilnehmenden beträgt Ende April 14.903 Personen, das sind 1.032 Personen mehr als im März 2026. Die Anzahl der offenen Stellen ist im Vergleich zu März 2026 auf 3.360 Stellen um 232 Stellen angewachsen.

Ausbildung, Qualifizierung, Lehre

Im Vergleich zum April 2025 sank die Anzahl der Personen in einer Ausbildung oder Qualifizierung um  -97 (-3,6 %) auf insgesamt 2.597. Die Anzahl jener Personen, die eine Lehrstelle suchten, sank um 51 auf 205 sofort verfügbare Lehrstellensuchende (-19,9% gegenüber 4/2025). Zum Stichtag gab es 216 sofort verfügbare offene Lehrstellen, das entspricht einem Rückgang von  -63 Lehrstellen bzw.  -22,6 % gegenüber 4/2025.


Langzeitarbeitslosigkeit

Die Zahl der langzeitbeschäftigungslosen Personen in Vorarlberg stieg erneut an und erreichte die Marke von 2.543. Hinzu kommen 1.029 Personen, die an einer Schulung teilnehmen. Somit sind insgesamt  3.572 Personen in Vorarlberg länger als 12 Monate ohne Erwerbstätigkeit beim AMS registriert.

Im April 2026 galten in Österreich 103.322 Personen als langzeitbeschäftigungslose Arbeitslose – das sind um 12.151 Personen bzw. 13,3% mehr als im Vergleichszeitraum im Vorjahr. Inklusive Schulungsteilnehmer:innen sind 140.975 Menschen in Österreich langzeitbeschäftigungslos.


Quellen:


@Grafiken: AMS Vorarlberg

Arbeitsmarktdaten Vorarlberg 4/2026 AMS Spezialthema 4/2026: Einzelne Bevölkerungsgruppen und Regionen waren vom Anstieg der Arbeitslosigkeit in den letzten drei Jahren besonders betroffen