Wofür wir (ein)stehen
arbeit plus - Soziale Unternehmen Vorarlberg
Frauen am Erwerbsarbeitsmarkt
Gesellschaftliche Ungleichheit und strukturelle Probleme spiegeln sich am Erwerbsarbeitsmarkt wider und werden dort fortgeschrieben. Arbeitsmarktpolitik ist daher ein wichtiger Hebel für die Gestaltung einer inklusiven, gleichberechtigten Gesellschaft. arbeit plus beteiligt sich aktiv an der Gestaltung eines nachhaltigen Arbeitsmarkts mit dem Ziel, ein gutes Leben für Alle zu ermöglichen. Dazu gehört auch, strukturelle Probleme aufzuzeigen und Lösungen vorzuschlagen.
Die Benachteiligung von Frauen am Erwerbsarbeitsmarkt ist eines dieser strukturellen Probleme und damit auch ein Kernthema der Sozialen Unternehmen im Netzwerk von arbeit plus. Geschlechtergerechtigkeit ist Voraussetzung für gute, zukunftsfähige Arbeit sowie für die Erschließung des vorhandenen Erwerbspotentials. Die Notwendigkeit einer umfassenden Neudefinition, Umverteilung und Bewertung von Arbeit in all ihren Formen wird mit Blick auf die Situation von Frauen besonders deutlich. Frauen leisten nach wie vor den größten Teil der unbezahlten Care-Arbeit, sind überdurchschnittlich oft in prekären, unterbezahlten Erwerbsverhältnissen zu finden und tragen die Konsequenzen der ungleichen Verteilung und Absicherung von bezahlter und unbezahlter Arbeit. Sie verfügen über ein geringeres Einkommen als Männer und sind häufiger von Altersarmut betroffen. All das zeigt die existierende Schieflage und verdeutlicht den dringenden Handlungsbedarf.
Die Sozialen Unternehmen von arbeit plus beraten und begleiten Frauen an allen Stationen ihres Erwerbslebens: Sie bieten Ausbildungsberatung für junge Frauen und Mädchen, Berufsberatung, Orientierung für Wiedereinsteiger:innen ebenso wie (Weiter-)Qualifizierung und arbeitsplatznahes Lernen. Erwerbsarbeit ermöglicht Selbstbestimmung und bedeutet auch gesellschaftliche Teilhabe. Die Arbeit der Sozialen Unternehmen leistet dazu einen wesentlichen Beitrag. Auch organisationsintern erproben die Sozialen Unternehmen innovative Modelle für Gleichberechtigung und eine gerechtere Verteilung von Arbeit und können damit wichtige Impulse für andere Akteur:innen, wie etwa Wirtschaftsunternehmen oder die öffentliche Verwaltung, liefern.
Für eine gleichberechtigte Gesellschaft und einen Arbeitsmarkt, auf dem alle einen Platz finden, sind alle gefordert: Die Politik zur Schaffung von geeigneten Rahmenbedingungen, Unternehmen zur Abschaffung von geschlechterspezifischen Lohnunterschieden und Diskriminierung, die Gesellschaft als Ganzes für den Abbau von Stereotypen und festgeschriebenen Rollenbildern. Das Themenpapier „Frauen am Erwerbsarbeitsmarkt“ von arbeit plus bietet nicht nur einen Überblick zum Status Quo, sondern will auch bewusst Impulse zum Weiterdenken setzen und Lösungsvorschläge anbieten. Von einem gleich berechtigten Arbeitsmarkt und einer egalitären Gesellschaft profitieren wir alle.
Themenpapier arbeit plus 3/2025: Frauen am Erwerbsarbeitsmarkt


