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arbeit plus - Soziale Unternehmen Vorarlberg
Investitionen in SÖB und GBP sind sinnvolle Investitionen in Wirtschaft und Gesellschaft, 5/2026
Arbeitsmarktpolitische Beschäftigungsprojekte wie Sozialökonomische Betriebe SÖB und Gemeinnützige Beschäftigungsprojekte GBP geraten zunehmend unter Druck. Oft heißt es, sie seien zu teuer, und der Arbeitsmarkterfolg sei zu gering.
Fakt ist:
- Ein großer Teil der Ausgaben für Beschäftigungsprojekte fließt über Mehreinnahmen und Kosteneinsparungen an anderen Stellen direkt wieder in den öffentlichen Haushalt zurück.
- Die begleitete Beschäftigung erfüllt eine wichtige Rolle in einer stufenweisen Vermittlungskette, die nicht durch andere Maßnahmenarten ersetzt werden kann.
- Beschäftigungsprojekte haben einen arbeitsmarktpolitischen Mehrwert UND darüber hinaus positive Effekte auf den sozialen Zusammenhalt, die wirtschaftliche Stabilität und die Regionalentwicklung.
Um den Mehrwert von Beschäftigungsprojekten auf den Punkt zu bringen, hat arbeit plus 7 Gründe gesammelt, warum sich Investitionen in SÖBs und GBPs lohnen!
Im Detail: Positionspapier arbeit plus 5/2026
Frauen am Erwerbsarbeitsmarkt, 3/2025
Frauen sind am Erwerbsarbeitsmarkt strukturell benachteiligt. Die Gründe dafür sind vielfältig und gehen weit über die Bedingungen am Erwerbsarbeitsmarkt hinaus. Ein wesentlicher Faktor ist die ungleiche Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit. Frauen leisten einen Großteil der unbezahlten Sorgearbeit, zu Lasten ihrer Beteiligung an bezahlter Erwerbsarbeit. Stereotype Rollenbilder führen nicht nur zu einer ungleichen Verteilung von Sorgearbeit, sondern auch dazu, dass Frauen überdurchschnittlich oft in schlecht bezahlten Branchen und unterdurchschnittlich häufig in Führungspositionen zu finden sind.
Die Konsequenzen dieser Benachteiligung sind weitreichend: Auf individueller Ebene zählen dazu weniger Einkommen, geringere sozialstaatliche Absicherung und ein höheres Risiko von Altersarmut; auf gesamtwirtschaftlicher Ebene bedeutet das, dass das benötigte Erwerbspotential nicht ausgeschöpft wird. Um dem entgegenzuwirken, braucht es ein grundlegendes Umdenken. Arbeit muss neu definiert, bewertet und verteilt werden. arbeit plus fordert für ein gesellschaftliches Umdenken notwendige politische Maßnahmen, etwa eine finanzielle Aufwertung der bezahlten Care-Arbeit, neue Arbeitszeitmodelle und einen Ausbau der Betreuungsinfrastruktur, gesetzliche Rahmenbedingungen für Unter nehmen wie eine Frauenquote in Führungspositionen, ebenso wie die Etablierung eines unabhängigen Gleichstellungsrats, der die Fortschritte in diesem Bereich beobachtet und weiterentwickelt.
arbeit plus fordert für ein gesellschaftliches Umdenken notwendige politische Maßnahmen, etwa eine finanzielle Aufwertung der bezahlten Care-Arbeit, neue Arbeitszeitmodelle und einen Ausbau der Betreuungsinfrastruktur, gesetzliche Rahmenbedingungen für Unter nehmen wie eine Frauenquote in Führungspositionen, ebenso wie die Etablierung eines unabhängigen Gleichstellungsrats, der die Fortschritte in diesem Bereich beobachtet und weiterentwickelt.
Details und Themenpapier arbeit plus 3/2025
Empfehlungen an die zukünftige Regierung zum Thema Bildung, 3/2025
Bildung ist ein Menschenrecht. Sie ist der Grundstein für die aktive politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Teilhabe an unserer Gesellschaft. Bildung fördert, dass Menschen ihre Rechte kennen und aktiv ausüben können. Sie ermöglicht die Entwicklung der individuellen Persönlichkeit und Potenziale, bereitet die kommenden Generationen auf bevorstehende Herausforderungen vor und trägt zur Schaffung von Chancengerechtigkeit bei.
In einer Allianz zivilgesellschaftlicher Organisationen für Bildung in Österreich hat arbeit plus Empfehlungen und Lösungsansätze mitentwickelt, die sich auf verschiedene Bereiche des Bildungssystems beziehen.
Positionspapier arbeit plus 3/2025
Zukunft gestalten – Arbeit finanzieren, 10/2024
Die Arbeitslosenzahlen in Österreich steigen wieder. So waren im September 2024 knapp 280.000 Menschen beim AMS arbeitslos gemeldet, weitere 75.000 Personen nahmen an Schulungen teil, zählt die AMS-Statistik. Als langzeitbeschäftigungslose arbeitslose Menschen galten in diesem Zeitraum 83.000 Personen. Angesichts des Fach- und Arbeitskräftemangels ist es dringend notwendig, diese Zahlen zu reduzieren und das Potential dahinter zu nutzen. Gleichzeitig stehen finanzielle Kürzungen in der Arbeitsmarktpolitik im Raum, was die Situation verschärft. Sozialen Unternehmen sind ein bewährtes Instrument zur (Re‑)Integration von langzeitarbeitslosen Menschen in den Arbeitsmarkt und zur Unterstützung der Wirtschaft auf ihrer Suche nach Fach- und Arbeitskräften. arbeit plus fordert von der Politik eine langfristig abgesicherte Finanzierung für Soziale Unternehmen. Wer in Soziale Unternehmen investiert, investiert in einen zukunftsfitten Arbeitsmarkt, in Eigenverantwortung und soziale Teilhabe und in eine klimafreundliche Zukunft.
Positionspapier arbeit plus 10/2024
Langzeitbeschäftigungslosigkeit, 4/2024
Trotz der aktuell guten Arbeitsmarktlage und Arbeitskräftemangel sind immer noch fast 30% aller Arbeitslosen langzeitbeschäftigungslos, also seit mehr als einem Jahr ohne nennenswerte Unterbrechungen beim AMS gemeldet. Viele Menschen sind damit dauerhaft vom Erwerbsarbeitsmarkt ausgeschlossen. Das ist hat sowohl für die Betroffenen als auch für Wirtschaft und Gesellschaft negative Konsequenzen: Lange andauernde Arbeitslosigkeit geht oft einher mit verringerten Möglichkeiten für soziale Teilhabe, geringerer Partizipation an Wahlen und dem politischen Prozess ebenso wie gesundheitlichen Problemen. Gleichzeitig bleibt arbeitsmarktpolitischen Potential ungenutzt. arbeit plus fordert daher eine Priorisierung der aktiven Arbeitsmarktpolitik, um Potentiale zu nutzen und sozial ebenso wie ökologisch nachhaltige Strukturen zu fördern.
Details und Themenpapier arbeit plus 4/2024
Die Stille Reserve in Österreich, 3/2024
Personen, die sich aus dem Erwerbsarbeitsmarkt – aus welchen Gründen auch immer – zurückgezogen haben, werden in offiziellen Statistiken zumeist nicht erfasst.
Die Sozialen Unternehmen können einen Beitrag dazu leisten,
arbeitsmarktferne und entmutigte Menschen wieder anzusprechen und in den Erwerbsarbeitsmarkt einzubinden. Gerade in Zeiten des Arbeitskräftemangels muss die Arbeitsmarktpolitik breit ansetzen, um Potentiale von Menschen zu nutzen. Dieses Positionspapier gibt einen Überblick zur Daten- und Literaturlage und greift die Erfahrungen aus dem Netzwerk von arbeit plus auf, um Anknüpfungspunkte aufzudecken und Lösungswege zu identifizieren (als Ausgangspunkt siehe auch Moder & Theurl, 2023)
Details und Themenpapier arbeit plus 3/2024
3 Forderungen Sozialer Unternehmen in der Kreislaufwirtschaft, 10/2023
Soziale Unternehmen leisten neben ihrem arbeitsmarktpolitischen Auftrag auch einen wichtigen Beitrag zu ökologischer Nachhaltigkeit und sind mit ihrer Expertise im Bereich Re-Use ein zentraler Kooperationspartner der Kreislauf-Wirtschaft. Trotz dieser wichtigen Rolle und des Potenzials werden Soziale Unternehmen nach wie vor hauptsächlich von arbeitsmarktpolitischer Seite gesteuert, was – gegenteilig zu einer im Regierungsprogramm beabsichtigten Stärkung – aufgrund der derzeitigen Arbeitsmarktsituation aktuell zu einer massiven Schwächung führt. Angesichts der aktuellen Herausforderungen ist es zentral, Arbeitsmarkt-, Sozial- und Klimapolitik gemeinsam zu gestalten.
Positionspapier arbeit plus 10/2023
15 Punkte für eine erfolgreiche Arbeitsmarktreform, 11/2021
Anlässlich des Reformdialogs zur Arbeitslosenversicherung Neu, zu dem arbeit plus – Soziale Unternehmen Österreich gemeinsam mit anderen österreichischen Organisationen der Zivilgesellschaft am 24.11.21 bei Martin Kocher, Bundesminister für Arbeit, geladen war, konnte arbeit plus 15 Punkte zur geplanten Reform und zur aktiven Arbeitsmarktpolitik einbringen. Im Zentrum des Gesprächs stand das Ausloten gemeinsamer Sichtweisen. Insbesondere war es arbeit plus wichtig, den Stimmen von langzeiterwerbsarbeitslosen Menschen Gehör zu verschaffen. Vulnerable Gruppen, die von den 200 Unternehmen im Netzwerk von arbeit plus bei der beruflichen (Re-)Integration in den Arbeitsmarkt unterstützt werden, sind von der aktuellen Krise besonders betroffen. Deshalb braucht es verstärktes Augenmerk auf ihre Anliegen und – wie in jeder Reform – ein differenziertes Vorgehen.
Positionspapier arbeit plus 11/2021


