Social Innovation: Übergange und Graubereiche
Der SI plus Experimentierraum zum Thema „Von der Innovation der Übergänge und Graubereiche im SÖB“ fand am 22. September 2026 in der Gelben Fabrik in Dornbirn statt und brachte 21 Teilnehmer:innen aus der Verwaltung (AMS Landesgeschäftsstelle Vorarlberg und Regionalgeschäftsstellen) sowie von Projektträgern (AQUA Mühle, Kaplan Bonetti, carla, Netzwerk) zusammen. Die Moderation übernahmen Robert Pakleppa und Hemma Pertl.
Im Mittelpunkt standen die kritischen Übergänge und Graubereiche bei der Arbeitsmarktintegration, welche anhand einer Studie und praktischer Fallbeispiele analysiert wurden. Durchgeführt wurden zudem Prototypenwerkstätten zu konkreten Herausforderungen an den Übergängen AMS-SÖB-Arbeitsmarkt/AMS, wie etwa die Etablierung einer kollegialen Fallberatung und die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen dem Arbeitsmarktservice und Sozialen Unternehmen an den Schnittstellen.

Verlauf und inhaltliche Schwerpunkte
- Begrüßung & Orientierung: Nach der Vorstellung von SI plus und dem Wegweiser für Projektträger:innen stiegen die Teilnehmer:innen mit einer Check-in-Runde zum Thema „Arbeitsmarkterfolg ist für mich #...“ ein. Zudem wurde ein „Themenparkplatz“ für offen gebliebene Fragen eingerichtet.
- Rückblick auf 2025/2026: Positiv hervorgehoben wurden die Überarbeitung des Zuweisungsblattes, die Trägermesse in Bregenz sowie Treffen der Personalvermittler:innen.
- Input zu Grauzonen & Übergängen: Ulli Schmid-Santer und Petra Reicht stellten eine Studie von Magdalena Tauber (Fallbeispiel dieCaterei) vor. Im Fokus standen die drei zentralen Übergänge (AMS > Maßnahme, Maßnahme > AMS, Maßnahme > ungeförderter Arbeitsmarkt).
- Kollegiale Fallberatung (Case Clinic): Die Teilnehmer:innen erprobten anhand realer Praxisfälle die Methodik der Case Clinic, was von den Fallgeber:innen als sehr hilfreich bewertet wurde.
- Prototypenwerkstätte: In vier Arbeitsgruppen wurden konkrete Lösungsansätze für die Begleitung von Übergängen und die verankerte Nutzung der kollegialen Fallberatung erarbeitet.
Der Experimentierraum schloss mit der Einladung zu einem Schlussdialog zu den Fragen „Was habe ich heute für unsere Zusammenarbeit gelernt?“ und „Was nehme ich heute mit – praktisch und persönlich?“. Hier zeigte sich wieder die Wichtigkeit von Beziehungs- und Austauschräumen zum gemeinsamen Verständnis und der besseren Zusammenarbeit. Das Format SI plus Experimentierraum wurde von allen Teilnehmenden als sehr förderlich für die Zusammenarbeit zwischen AMS und Sozialen Unternehmen bewertet, die regelmäßige Weiterführung dieses Austauschraumes war ein expliziter Wunsch von AMS und arbeit plus Vorarlberg.


